Willkommen beim Deutschen Harmonika-Verband (DHV)

Der DHV ist deutschlandweit der zweitgrößte Laienmusikverband im Instrumentalbereich, gegründet am 28. März 1931 mit Sitz in 78647 Trossingen. Der Verband umfasst 16 Landesverbände sowie eine Sektion Mundharmonika.

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Empfang

DHV würdigt Verdienste seiner beiden Ehrenpräsidenten Arnold Kutzli und Ernst Pfister

Mit einem Empfang hat der Deutsche Harmonika-Verband seine beiden Ehrenpräsidenten gewürdigt: Ernst Pfister feierte in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag, Arnold Kutzli konnte kürzlich auf 80 Lebensjahre zurückblicken.

Zusammen bringen es die beiden Ur-Trossinger auf 150 Lebensjahre, davon widmeten sie viele Jahrzehnte der Harmonikabewegung. Diese Lebensleistungen zu würdigen und ihnen dafür Dank zu sagen, lud der Deutsche Harmonika-Verband (DHV) Freunde, Familienangehörige und Weggefährten ins Hohner-Konservatorium zu einem Empfang ein. Dabei wurde deutlich: Kutzli, der Geschäftsführer des DHV, und Pfister, der Präsident, waren ein Gespann, das in zwei Jahrzehnten Maßstäbe setzte: Ihnen ist das World Music Festival in Innsbruck zu verdanken, das sich aus kleinen Anfängen mittlerweile zu einer internationalen Veranstaltung von Weltgeltung entwickelt hat, Gleiches gilt für den Deutschen Musikpreis. Sie zogen für den Verband stets aktuell die organisatorischen und strategischen Konsequenzen, so unter anderem aus den demografischen Entwicklungen, setzten Impulse sowohl für die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als auch mit Senioren, sie ordneten die Finanzen neu, bauten den DHV zu einem Dienstleistungs- und Service-Zentrum um, waren maßgeblich beteiligt beim Projekt Schule-Verein. Gemeinsam engagierten sie sich darüber hinaus in zahlreichen örtlichen Vereinen und überregionalen Gremien und Institutionen.

DHV-Präsident Jochen Haußmann MdL bezeichnete Arnold Kutzli mit Blick auf dessen Weltfestival als „Mister Innsbruck“. Diese Veranstaltung sei seine bleibende Lebensleistung. Kutzli habe ferner über ein Netzwerk verfügt, das stets geholfen habe, die Dinge voran zu treiben. Ernst Pfister sei der Präsident mit der bislang längsten Dienstdauer gewesen. Haußmann: „Er war ein dynamischer und musikalischer Präsident.“ Mit Weitsicht und Besonnenheit habe er den DHV zu einem bundesweiten und international anerkannten und agierenden Verband gemacht.

„Sie haben Großes geleistet für die Akkordeonwelt, aber auch für die Stadt Trossingen“, stellte anerkennend Bürgermeister Dr. Clemens Maier fest. Dieter Dörrenbächer, Geschäftsführer des Hohner-Konservatoriums, blickte zurück auf das Krisenjahr 1999, als es Kutzli und Pfister durch beherztes Zupacken und gute Beziehungen gelungen sei, das Weiterbestehen des Kons nachhaltig zu sichern.

Ehrenbürger Ernst Burgbacher, seit frühester Jugend mit beiden Jubilaren freundschaftlich, musikalisch und politisch eng verbunden, war es vorbehalten, die Laudatio auf dieses im Laufe seines Lebens mit höchsten Auszeichnungen dekorierte Zweier-Team zu halten. Burgbacher schilderte Arnold Kutzli als einen unglaublich kreativen Menschen, einen Weichensteller und Visionär, der zum Vorteil des Verbandes glänzend vernetzt gewesen sei – bis tief in die Ministerien hinein, außerdem äußerst ideenreich, „aber auch nicht ganz einfach“.

Im Gegensatz zu Arnold Kutzli, der nie ein Instrument gespielt hat (sein Akkordeon wurde, wie er erzählte, in der Nachkriegszeit in Lebensmittel umgetauscht), hatte Ernst Pfister direktere Verbindungen zur Musik: auf dem Klavier sowie mit Akkordeon und Gitarre sorgte er für Stimmung, außerdem war er, so Burgbacher, „ein glänzender Sportler“. Schon bald nachdem er das Präsidentenamt übernommen habe, titelte eine Fach-Zeitschrift: „DHV hat an Dynamik zugelegt“. Seine Wanderung von Trossingen in die Landeshauptstadt – Auslöser war eine verlorene Wette wegen der Hohner Kuh – seien „eine gigantische Werbung für den DHV und die Mundharmonika“ gewesen, schwärmte Burgbacher. Der jahrzehntelange Weggefährte und Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände zusammenfassend: „Es war toll, was die beiden geleistet haben und heute noch leisten.“

In der sich anschließenden kleinen Steh-Runde durfte über so manche Anekdote mal geschmunzelt, mal herzhaft gelacht werden. Überhaupt gefiel die Feierstunde dank ihrer lockeren und heiteren Atmosphäre, weit weg von der offiziellen Steifheit ähnlicher Veranstaltungen. Zum „guten Ton“ trug selbstverständlich das Seminarorchester des Konservatoriums unter der Leitung von Kons-Dozent und DHV-Bundesdirigent Stefan Hippe bei: zum einen mit zwei Kompositionen der Trossinger Orchester-Legende Rudolf Würthner sowie einem Arrangement Speciale zu Happy Birthday – eine gelungene Aufführung, unter anderem mit Mundharmonika, Wassergeplätscher, Vogelgezwitscher und Motorengeräusch: so außergewöhnlich wie die beiden Geehrten selbst.

Empfang des Deutschen Harmonika-Verbandes (DHV) aus Anlass zweier „runder Geburtstage“ (von links): Bürgermeister Dr. Clemens Maier, Laudator Ernst Burgbacher, DHV-Geschäftsführerin Corinna Probst, Ehrenpräsident Arnold Kutzli, der seinen 80. Geburtstag feiern konnte, Ehrenpräsident Ernst Pfister,
der 70 wurde, seine Frau Doris, Kons-Geschäftsführer Dieter Dörrenbächer und DHV-Präsident Jochen Haußmann.

Foto: Thomas Fink

Happy Birthday: Mit einem Arrangement Speciale von Stefan Hippe gratulierte das Seminarorchester des Hohner-Konservatoriums.

Foto: Thomas Fink