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Monthly Archives: Februar 2021

24 Feb 2021

Im Rahmen der ersten Jubiläums-Mitmachaktion startet der DHV einen Aufruf an alle Verbandsmitglieder und darüber hinaus: Wer kennt ehemalige – oder vielleicht sogar bis heute aktive – Akkordeon-, Harmonika- oder Mundharmonikaspieler*innen, die im DHV-Gründungsjahr 1931 oder »drumherum« geboren sind?

Das Team des DHV würde sich freuen, sich mit den Jubilarinnen und Jubilaren über ihre Erlebnisse der vergangenen Jahrzehnte auszutauschen und zu erfahren, welche Lieblingsmomente aus Proben oder Auftritten, von Festivals oder von Vereinsreisen ihnen bis heute in Erinnerung geblieben sind, was sie zu ihrem Instrument führte, was sich im Laufe der Jahre verändert hat und mit welchen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern sie noch heute musizieren.

Wir freuen uns auch, wenn vereinsinterne, generationsübergreifende Gespräche stattfinden und dokumentiert werden. Entsprechende Leitfragen stellen wir gerne zur Verfügung. Die schönsten Passagen der Geschichten werden in den Medien des DHV veröffentlicht.

Rückmeldungen bitte gerne telefonisch unter 07425 95992-22 oder per Mail an info@dhv-ev.de an Margit Steinhilber aus der DHV-Geschäftsstelle.

24 Feb 2021

Am 28. März 1931 wurde mit der Gründung des Deutschen Handharmonika-Verbandes (DHHV) der Grundstein für den Deutschen Harmonika-Verband (DHV) in seiner heutigen Form gelegt. Seitdem hat sich der DHV zum zweitgrößten instrumentalen Amateurmusikverband in Deutschland entwickelt.

Der Gedanke, eine Harmonika-Gemeinschaft zu gründen, entstand zu Beginn der 1930er Jahre in der Firma Hohner in Trossingen. Um den Absatz ihrer Instrumente zu steigern, setzten sich Direktor Ernst Hohner und sein Werbe-Abteilungsleiter
A. F. Allgeier das Ziel, die damals noch sehr überschaubare Gemeinschaft der Harmonikaspielerinnen und -spieler in Deutschland zu vergrößern. Vorbild waren Harmonikaklubs in der Schweiz, in denen die Entwicklung des vergleichsweise leichten, schnell erlernbaren diatonischen Spiels ab 1916 zu einer beträchtlichen Anzahl an Mitgliedern geführt hatte. Hohner ging selbst mit gutem Beispiel voran und gründete 1927 das Trossinger Hohner-Handharmonika-Orchester unter der Leitung des Akkordeonisten und Komponisten Hermann Schittenhelm.

Tatsächlich entstanden so insbesondere in deutschen Städten nahe der Schweiz schnell neue Spielgemeinschaften. Um eine organisatorische Struktur zu schaffen, wurden diese von Beginn an in Bezirke unterteilt. Die Gründung des ersten Bezirks, Trossingen mit 11 Klubs und 343 Mitgliedern, erfolgte am 28. März 1931. Unter Regierungsrat Gustav Bleyer als Verbandsleiter und Hermann Schittenhelm als Verbandsdirigent wurden so der Deutsche Handharmonika-Verband und sein Landesverband Baden-Württemberg aus der Taufe gehoben.

Detaillierte Informationen zur Geschichte des Verbandes finden sich hier.

Der DHV heute: Musikalische Grundlagenarbeit, Vereinsmanagement und Interessensvertretung im Fokus

Heute hat der DHV bundesweit ca. 80.000 Mitglieder in rund 2.000 Mitgliedsensembles und ist somit der zweitgrößte instrumentale Amateurmusikverband in Deutschland. Den Schwerpunkt seiner Arbeit sieht der DHV heute vorrangig in der musikalischen Grundlagenarbeit. So entwickelt er seine Ausbildungsreihen fortlaufend weiter, bietet Weiterbildungen an und setzt Impulse. Die Programme des Verbandes richten sich ausdrücklich an alle Altersgruppen, wobei besonderer Wert auf eine konstruktive und kontinuierliche Nachwuchsarbeit gelegt wird. Darüber hinaus unterstützt der DHV die Orchester in allen Fragen rund um das Vereins- und Mitgliedermanagement und sieht sich zudem als Schnittstelle zwischen seinen Mitgliedern und der Politik. Hierzu ist er im Bundesmusikverband Chor und Orchester sowie in weiteren Dachverbänden organisiert.

In den kommenden Jahren möchte der DHV sein Angebot im Bereich der Weiterbildungen stetig ausbauen und über die Bedarfe der Szene verstärkt mit seinen Mitgliedern sowie den Dachverbänden in den Austausch kommen. Ein immer wichtiger werdendes Arbeitsfeld sieht der Verband zudem in der Sicherung und Förderung von Ausbilder*innen und Dirigent*innen im Hinblick auf Einzelunterricht in der Amateurmusikszene und die Arbeit mit Laienorchestern. Hierfür steht der DHV in Verbindung mit Hochschulen und Konservatorien.

Ein neues Logo und über das Jahr verteilte Aktionen zum Jubiläum

Das Jubiläumsjahr feiert der DHV mit unterschiedlichen Aktionen, über die regelmäßig in der Verbandszeitschrift Harmonika International sowie über den Newsletter und den Facebook-Kanal des DHV berichtet wird. Eindeutig zu erkennen sind sie durch das Jubiläumslogo, das extra für 2021 entwickelt wurde.

 

18 Feb 2021

Der Tassilo-Tröscher-Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und wird von der Tassilo Tröscher Stiftung ausgeschrieben. Er zeichnet innovative Projekte und Initiativen aus, die das Leben der Menschen auf dem Land bereichern und erleichtern und ihre Lebenssituation verbessern. Auch Arbeiten, die die Situation darstellen und die Kommunikation zwischen Menschen verbessern, werden prämiert.

Im Jahr 2021 beträgt das Preisgeld 6.000€. Zudem wird erstmals ein Jugendpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000€ als eigene Kategorie ausgeschrieben. Er richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre.

18 Feb 2021

Die Corona-Pandemie schränkt die musikalische Arbeit im Nachwuchs- und Amateurbereich derzeit stark ein. Um den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit mit Partnern im Ausland dennoch aufrechtzuerhalten, unterstützt das Goethe-Institut einmalig die Organisation und Durchführung von internationalen virtuellen Musikprojekten im Bereich der Nachwuchs- und Amateurmusik nach erfolgreicher Antragstellung mit einem pauschalen Projektkostenzuschuss. Damit soll auch in Zeiten der Pandemie ein Raum für kreative Schaffensprozesse ermöglicht werden.

Förderfähig sind alle Arten der musikalischen Zusammenarbeit, bei denen künstlerisch mit digitalen Mitteln gearbeitet wird. Es sind sowohl rein virtuelle als auch hybride Formate möglich. Interdisziplinäre Projekte mit Musikfokus und Vermittlungsangebote sind eingeschlossen.

Die Ausschreibung richtet sich an Chöre, Laienensembles und Nachwuchskünstler*innen aus Deutschland und ihren Partnern im Ausland. Anträge können bis zum 31. März 2021 gestellt werden, Projektstart ist ab 1. April 2021 möglich. Weitere Informationen finden sich hier.

18 Feb 2021

Nach der Datenschutz-Grundverordnung sind Vereine genauso wie Unternehmen und Behörden dazu verpflichtet, Datenschutzinformationen bereitzustellen. Doch wie müssen diese aussehen und was müssen sie enthalten?

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg hat mit „DS-GVO.clever“ ein neues Tool entwickelt, das Vereine bei der Erstellung ihrer Informationen unterstützen soll.

Zur Verwendung des Tools geben beraten zwei Online-Seminare zum Thema „Wie verwende ich DS-GVO.clever?“ am 18. Februar und am 4. März 2021.

04 Feb 2021

Die Konferenz der Landesmusikräte appelliert an die Landesregierungen, baldmöglichst ihre Amateurmusikgruppen und -vereine wieder proben und aufführen zu lassen. In weiten Teilen Deutschlands herrscht derzeit ein Verbot für Amateurchöre, -ensembles und -orchester, das nicht nur die Konzerte, sondern auch die Proben untersagt. Meist sind einzig zur Berufsausübung musikalische Proben erlaubt. Schon heute befürchten die Fachverbände der Amateurmusik ein Vereinssterben, das 10-15% der Musikvereinigungen und Chöre betreffen wird.

In den Städten und mehr noch im ländlichen Raum sorgen Vereine und Initiativen der Amateurmusik für einen Zusammenhalt von Gesellschaft. Der gemeinsame kulturelle Ausdruck hält die Menschen an ihrem Ort, in ihrer Region. Das Musizieren sorgt für Identität. Die Schutzmaßnahmen scheinen angesichts der vielerorts festgestellten Infektionszahlen gerechtfertigt zu sein. Tatsächlich jedoch haben sie nachhaltige Folgen, die ein Fragezeichen hinter die Angemessenheit schreiben.

Denn ohne das gemeinsame Proben ist der Zusammenhalt grundsätzlich in Frage gestellt. Solche Corona-Schutzmaßnahmen bewirken ungeachtet aller positiven virologischen Auswirkungen eine Erosion der Gesellschaft. Besonders auf die Herausbildung kultureller Identitäten vieler Kinder und Jugendlicher wirkt das Versiegen der Amateurmusik verhängnisvoll.

Die Konferenz der Landesmusikräte hat die Situation der Amateurmusik in Deutschland ausführlich reflektiert und fordert die Landesregierungen auf, bei den ersten Lockerungen des Shutdowns auch das Proben von Vereinen und Initiativen der Amateurmusik zuzulassen. Es geht hier nicht um Freizeitgestaltung, sondern um kulturelle Artikulation und Identitätsbildung.

Chöre, Blasorchester und Musikvereine aller Art sind in der Lage, Hygienekonzepte und Abstandsregeln so auszuarbeiten, dass ein coronagemäßes Proben möglich ist. Wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters schon am 26. November in Bezug auf die Kulturszene insgesamt feststellte, dürfen die Vereine nicht die letzten sein, die wieder öffnen dürfen. Auch das neue Infektionsschutzgesetz hat Kunst und Kulturleben eine Ausnahmestellung zuerkannt. Die Konferenz der Ministerpräsident*innen hat die Kulturminister*innen mit der Erarbeitung entsprechender Strategien für die ersten Lockerungsmaßnahmen beauftragt.

Prof. Dr. Ulrike Liedtke
Vorsitzender der Konferenz der Landesmusikräte Deutschlands