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Category : Aktuelles

21 Sep 2021

Die Bundestagswahl am 26. September kommt in großen Schritten näher. Zur Vorbereitung hat der Bundesmusikverband Chor & Orchester in den letzten Wochen und Monaten acht Fragen an den Großteil der im Bundestag vertretenen Parteien versendet, in denen er kritisch nachfragt, welche Maßnahmen und Pläne in der kommenden Legislaturperiode für den Bereich der Amateurmusik umgesetzt werden sollen.

Ein Überblick über die Antworten findet sich hier  zum Download sowie auf der Webseite des Bundesmusikverband Chor & Orchester.

20 Sep 2021

Am 7.9.2021 hat der Bundestag das Gesetz über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bis 31. August 2022 verlängert. Für Vereine bedeutet dies u.a., dass sie Mitgliederversammlungen bis dahin in begründeten Fällen weiterhin digital oder hybrid abhalten dürfen, auch, wenn die Satzung dies nicht vorsieht.

Wenn ein Verein über den 31. August 2022 hinaus virtuell tagen möchte, sollte die Satzung vor Laufzeitende des verlängerten Gesetzes entsprechend angepasst werden.

 

20 Sep 2021

Der Deutsche Harmonika-Verband e.V. (DHV) sucht vorbehaltlich der Bewilligung der beantragten Fördermittel zur Mitarbeit im Projekt »NEUSTART AMATEURMUSIK« eine

Fachkraft (m/w/d) für die konzeptionelle Bildungsarbeit zur Unterstützung des Neustarts sowie zur Stärkung der Krisenfestigkeit von Amateurmusikensembles. Als Grundlage hierfür sollen Hilfestellungen zur Modernisierung der Vereinsstrukturen sowie (Wieder-)Gewinnung und Bindung von Mitgliedern konzipiert werden.

Die Anstellung erfolgt in Anlehnung an TVöD Bund Entgeltgruppe 11, in Teilzeit (50 – 75%), mit Beginn ab 1. November 2021 oder später, befristet bis 30. September 2022, mit Home-Office-Möglichkeit.

Die vollständige Ausschreibung findet sich hier.

16 Sep 2021

Arnold Kutzli war mehrere Jahrzehnte im Deutschen Harmonika-Verband (DHV) tätig und prägte diesen entscheidend. Am 7. September verstarb der Ehrenpräsident des DHV und Träger zahlreicher Auszeichnungen im Alter von 83 Jahren. Die Trauerfeier fand am 15. September im Kreis der Familie und der engsten musikalischen Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter in Trossingen statt.

Sein Name ist jedem und jeder in der Harmonika- und Akkordeonwelt ein Begriff. Mit dem World Music Festival kreierte Arnold Kutzli das wohl bedeutendste Festival der Szene und damit eine zentrale Plattform der Vernetzung und des gegenseitigen Austauschs. Er setzte damit international Impulse für die musikalische Weiterentwicklung. Bereits früh war Arnold Kutzli im Rahmen seiner führenden Tätigkeit in der Kulturabteilung des Instrumentenherstellers Hohner mit dem Deutschen Harmonika-Verband verbunden. Im Jahr 1977 wurde er dann von der Delegiertenversammlung zum Geschäftsführer und 1987 schließlich zum geschäftsführenden Vizepräsidenten des DHV gewählt. In seinem Amt formte und gestaltete er vor allem an der Seite des langjährigen Präsidenten Ernst Pfister, Minister a.D., nicht nur die Arbeit des Verbandes entscheidend mit. Als DHV-Geschäftsführer und späterer Geschäftsführer des Hohner-Konservatoriums konnte er wesentliche Akzente für das gesamte Amateurmusizieren setzen. Er war ein visionärer Vordenker und engagierte sich zeitlebens für das gemeinsame Musizieren. In ganz Deutschland, nach der Wiedervereinigung auch im Osten, baute Arnold Kutzli ein umfassendes Netzwerk auf und schuf so erfolgreich die Verbindung zwischen musizierenden Menschen. Mit verschiedensten bundesweiten Veranstaltungen, wie etwa Wettbewerben, Schulungen und Arbeitstagungen trug er zum steigenden Interesse am Musizieren mit Harmonikainstrumenten bei und förderte das musikalische Niveau der Akkordeonbewegung.

Neben seinem Engagement beim DHV brachte sich Arnold Kutzli in zahlreichen weiteren Gremien ein. So war er Vizepräsident des Internationalen Akkordeon-Orchester-Verbandes und mehr als 20 Jahre im Präsidium der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (heute Bundesmusikverband Chor und Orchester) tätig, dessen Ehrenmitglied er wurde. Darüber hinaus war er Vorstandsmitglied der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen sowie Mitglied im Bundesausschuss Laienmusizieren des Deutschen Musikrates und weiterer Arbeitskreise. Auch nach der Beendigung seiner Tätigkeiten setzte sich Arnold Kutzli weiterhin für die Belange der Amateurmusik ein und vertrat den DHV in zahlreichen zukunftsweisenden Gremien.

Für seine vorbildliche und unermüdliche Arbeit im Deutschen Harmonika-Verband wurde ihm 1995 mit der Rudolf Würthner Medaille die höchste Auszeichnung des Verbandes verliehen. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des geschäftsführenden Vizepräsidenten wurde er 2007 zum Ehrenpräsidenten ernannt und damit sein jahrzehntelanges Wirken im DHV gewürdigt. über dies wurde ihm für seine Verdienste um das Amateurmusizieren und sein langjähriges ehrenamtliches Engagement die Hans-Lenz-Medaille des Bundesmusikverbands Chor und Orchester sowie das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Sein damaliger Wegbegleiter DHV-Ehrenpräsident Ernst Pfister, Minister a.D., fasst das Engagement Arnold Kutzlis wie folgt zusammen: »Die Vita von Arnold Kutzli liest sich wie das Verzeichnis aller bedeutenden Institutionen des Musiklebens in Deutschland. Seinem Engagement und seinem Einsatz für das Amateurmusizieren haben wir große Teile der positiven Entwicklung der Szene zu verdanken. Arnold Kutzli ist für uns alle ein leuchtendes Beispiel und seine erfolgreiche Arbeit im Ehrenamt wegweisend.« DHV-Präsident Jochen Haußmann, MdL, ergänzt abschließend: »Sein Ableben ist ein großer Verlust für die Harmonika- und Akkordeonwelt, für die sich Arnold Kutzli stets mit großem Engagement und Umsicht eingesetzt hat. Der Deutsche Harmonika-Verband ist ihm zu Dank und Anerkennung verpflichtet.«

25 Aug 2021

„In aller Munde“: Unter diesem Titel zeigt das Stadtmuseum iserlohn eine multimediale Sonderausstellung zur Mundharmonika. Dort gibt es nicht nur rund 700 Instrumente zu sehen, sondern es wird auch die Bedeutung der Mundharmonika im gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Kontext vorgestellt.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Harmonikamuseum Trossingen entstanden und läuft noch bis 24. Oktober, immer dienstags bis sonntags.

Zur Webseite des Stadtmuseums Iserlohn geht es hier.

 

09 Aug 2021

Der Deutsche Musikrat führt gemeinsam mit der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland das Projekt „Orgelmusik in Zeiten von Corona“ durch. Das Projekt bildet einen Beitrag zum „Jahr der Orgel“, das die Landesmusikräte für 2021 ausgerufen haben. Im Rahmen des Projekts entstanden 17 Kompositionen für Orgel, die die Corona-Zeit künstlerisch reflektieren. Im Herbst 2021 werden diese Orgelwerke in zahlreichen Konzerten und Gottesdiensten erklingen. So sollen das Musikleben aktiv befördert und die Zuhörenden zu einer Auseinandersetzung mit den Pandemie-Erfahrungen angeregt werden. Den Abschluss des Projekts bildet ein Finissage-Konzert am 21. November 2021, bei der alle 17 Kompositionen gemeinsam zur Aufführung kommen. Das Projekt wird durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien gefördert.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Die Corona-Zeit hat die Welt radikal verändert und wird auch im Musikleben nach lange nachwirken. Das Projekt ‚Orgelmusik in Zeiten von Corona‘ gibt mit künstlerischen Mitteln Impulse für eine emotionale Bewältigung dieser für viele so schwierigen Zeit: Die 17 Kompositionen bieten als Panorama unterschiedlicher Stimmungsbilder kreative Bezugspunkte für die Auseinandersetzung mit dem Erlebten. Zugleich wird auch die gemeinsame Erfahrung von Live-Musik – sei es in Konzerten oder musikalisch begleiteten Gottesdiensten – wieder beflügelt. So ist das Projekt ein Zeichen der Hoffnung und des Aufbruchs und stiftet durch seine überkonfessionelle Ausrichtung Verbindung zwischen den Menschen. Im Fokus steht dabei die Orgel, die nicht nur im ‚Jahr der Orgel‘ 2021 mit ihrer spirituellen Kraft und ihrem Klangfarbenreichtum die Menschen ganz unmittelbar zu berühren vermag. Der Deutsche Musikrat freut sich auf die Konzerte, Andachten und Gottesdienste, in denen die 17 Unikate im Herbst 2021 im ganzen Bundesgebiet zu erleben sein werden, und dankt seinen Partnern für die engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei diesem Projekt.“

Die 17 Kompositionen werden in einem Sammelband vom Carus-Verlag veröffentlicht. In Deutschland tätige Organistinnen und Organisten können eine Online- oder Printausgabe des Orgelbuchs kostenfrei über den Deutschen Musikrat erhalten, wenn sie innerhalb des Projekts „Orgelmusik in Zeiten von Corona“ im Herbst 2021 in einem Konzert oder Gottesdienst Stücke aus dem Orgelbuch aufführen. Die digitale und die Print-Ausgabe können ab 09. September 2021 bezogen werden. Das Registrierungsformular sowie weitere Informationen zum Projekt sind auf www.orgel-corona.de verfügbar.

Berlin, 05. August 2021

05 Aug 2021

Das Angebot des Bundesakkordeonorchesters zur Mitwirkung im Orchester richtet sich an Musiker, die entweder hauptberuflich als Musikstudenten, Musiklehrer, Solisten oder Dirigenten mit dem Akkordeon verbunden sind oder die aufgrund ihrer Spielfähigkeit auf professionellem Niveau auch als Amateure für eine Mitwirkung in einem solchen Ensemble ausreichend qualifiziert sind. Dies kann ggf. durch ein Vorspiel oder entsprechende Referenzen nachgewiesen werden. Das BuAkkO im DHV ist grundsätzlich ein Projektorchester für Spieler im Alter ab 27 Jahren. In Ausnahmefällen können auch jüngere Spieler zur Teilnahme zugelassen werden. Dies ist bei der Anmeldung (schriftlich begründet) zu beantragen.

Die Planungen für 2022 sind natürlich wiederum geprägt von den Entwicklungen der Corona-Pandemie. Kurzfristige Änderungen sind daher nicht ausgeschlossen, die Teilnahme ist an die dann gültigen Verordnungen gekoppelt.
Im Projektjahr 2022 wird Ian Watson (London) das BuAkkO dirigieren.

Geplant sind:
Erste Arbeitsphase: 15. /16.1.2022
Landesmusikakademie Hessen auf Schloss Hallenburg in Schlitz
Geprobt wird am Samstag von 10.00-21.00 Uhr und am Sonntag von 9.00-15.00 Uhr.

Zweite Arbeitsphase und Premieren-Konzert am 19./20.02.2022 – voraussichtlich in Nürnberg.
Geprobt wird am Samstag von 10.00-21.00 Uhr. Einspielprobe am Sonntag ab 9.30 Uhr. Konzert um 11.15 Uhr.

Konzertreise nach London: geplant vom 30.9. – 3.10.2022
mit einem Konzert in London am 01.10.2022 LSO St. Luke’s concert hall https://lso.co.uk/lso-st-lukes.html

Das Programm beinhaltet u.a. Uraufführungen von Stefan Hippe und Ian Watson sowie Werke von Dmitri Schostakowitsch und John Williams. Alle Planungen erfolgen vorbehaltlich der weiteren „Corona-Entwicklung“ und den jeweils aktuellen Coronaverordnungen und Hygienebestimmungen. Bei der Unterbringung, den Probenmöglichkeiten und der Konzertdurchführung werden alle derzeit gültigen Bestimmungen berücksichtigt.

„Geplante Fehlzeiten“ sind bei den Proben des Bundesakkordeonorchesters aufgrund der kompakten Organisationsformen nicht möglich. Der Teilnehmerbeitrag deckt auch die bei den Probephasen und Konzerten notwendigen Übernachtungen ab.
Zusätzliche Übernachtungen, beispielsweise bei Anreise bereits am Vortag, müssen von den Teilnehmern selbst getragen werden.

Die Teilnehmergebühr beträgt 200,00 € (bei jeweils einer Übernachtung im DZ – Kosten für Einzelzimmer oder ggf. zusätzlicher Übernachtung wegen weiterer Anreise müssen selbst gezahlt werden).

Für die Konzertreise nach London fallen Zusatzkosten an. Es sind bereits Zimmer in einem Appartement-Hotel reserviert (voraussichtlich ca. 50€ pro Nacht im DZ / bei 3 Nächten also ca. 150,00€). Die Anreise nach London wird individuell oder in Kleingruppen geplant. Die Kosten dafür müssen auch selbst bezahlt werden

Die Anmeldung erfolgt verbindlich für alle Probentermine und Konzerte. Sollte wider Erwarten ein Termin seitens eines Teilnehmers nicht wahrgenommen werden können, verfällt die Teilnahmeberechtigung für das komplette Jahr, eine Rückerstattung der Teilnahmegebühr ist auch in solchen Fällen leider grundsätzlich nicht möglich.

Anmeldeschluss: 1. Oktober 2021
Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online unter: www.buakko.de

Wir freuen uns auf Euch!!!
Mit vielen Grüßen,
auch im Namen der Bundesdirigentin Silke D‘Inka
Andrea Nolte (Projektleiterin)

20 Jul 2021

Die interaktive Klanginstallation des Deutschen Harmonika-Verbandes begeistert Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau in Überlingen.

Im Rahmen von »Klangwellen – Festival der Amateurmusik am See« am 17. Juli in Überlingen feierte der Deutsche Harmonika-Verband Premiere seines innovativen Musik-Projekts »Musik berührt«. Unter dem Titel verbirgt sich eine interaktive Klanginstallation, die dazu einlädt, selbst Musik zu spielen und zu experimentieren – natürlich coronakonform, denn die Berührung ist nicht physischer, sondern musikalischer Natur. Die Besucherinnen und Besucher des Festivaltages waren durchweg fasziniert und begeistert. Wer die gelungene Premiere verpasst haben sollte, hat die Möglichkeit die Klanginstallation auch beim Landes-Musik-Festival in Neresheim zu erleben.

»Musik berührt« wurde im Rahmen des 90-jähringen Jubiläums des Deutschen Harmonika-Verbands (DHV) mit etwa einem dreiviertel Jahr Vorlauf entwickelt. Unter dem Motto »Eine interaktive Klanginstallation zum Berühren und berührt werden« werden Harmonika und Akkordeon für jeden und jede erlebbar. Hierfür wurden eigens acht «Klangsphären« komponiert, die über die Installation gespielt werden können. Denn in der Klanginstallation sind Näherungssensoren verbaut. Durch Annäherung mit der Hand an Kreise auf der Tischinstallation schaltet man diese Kompositionselemente ein und aus. Niederschwellig kann so gemeinsam Musik gemacht werden, ohne dass man sich zu nahekommt und ohne musikalische Vorkenntnisse.

Wie sich bereits bei der Premiere zeigte, ging das Konzept voll auf. Alle Besucherinnen und Besucher der Klanginstallation waren begeistert von den Klängen und Melodien, die dabei erzeugt werden konnten. Kinder, Erwachsene sowie Seniorinnen und Senioren ließen sich auf das intuitive Musikmachen ein und lernten spielerisch die vielseitige Klangwelt der Harmonikainstrumente kennen.

Projekte wie dieses würde man eigentlich in der kreativen Szene vermuten, doch hier zeigt sich die Amateurmusik- und Verbandswelt innovativ. Die Idee und Konzeption entstanden im Deutschen Harmonika-Verband gemeinsam mit Mateusz Phouthavong und Hanns Clasen, die das Projekt entwickelten und betreuten. Nicht nur den beiden Entwicklern von »Musik berührt« bereiteten das Ausprobieren und Musizieren Freude. Auch Überlingens Oberbürgermeister Jan Zeitler und der Präsident des Landesmusikverbands, Christoph Palm, sowie DHV-Präsident Jochen Haußmann MdL waren sichtlich begeistert von »Musik berührt«.

Ziel des Projektes ist es, die Harmonika- und Akkordeonmusik auch Menschen näher zu bringen, die bisher wenig Berührungspunkte mit dieser Gattung hatten. Spielerisch können so Barrieren abgebaut und neue Zielgruppen erreicht werden. Um die Klänge erlebbar zu machen, entwickelte der Akkordeonist und Komponist Hans-Günther Kölz gemeinsam mit Martin Kopf eigens für »Musik berührt« acht sogenannte »Klangsphären«. Eingespielt wurden diese von Kölz selbst sowie von Brigitte Burgbacher an der Mundharmonika.

Mit dem Projekt möchte der Verband außerdem Impulse für die Szene setzen und dazu anregen, den Blick auch in andere Bereiche der Musik- und Kunstwelt zu richten. »Musik berührt« soll Mut machen, Neues zu wagen, bekannte Pfade zu verlassen und auf die Bevölkerung zuzugehen. Für die Vermittlung der Klanginstallation wird bereits an weiteren Formaten gearbeitet. Eine Adaption in andere Bereiche ist auch vorstellbar.

Für alle, die bei der Premiere nicht dabei sein konnten, wird »Musik berührt« zum nächsten Mal beim Landes-Musik-Festival am 18. September 2021 in Neresheim erlebbar. Auch bei weiteren Veranstaltungen der Amateurmusik wird die interaktive Klanginstallation künftig vertreten sein.

Ermöglicht wurde das Projekt mit Unterstützung der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg. Die HOHNER Musikinstrumente GmbH stellte freundlicherweise Instrumente und Instrumententeile zur Veranschaulichung der Installation bereit. Allen Beteiligten gilt herzlicher Dank.

Weitere Informationen zu »Musik berührt« gibt es in Kürze unter www.musik-beruehrt.de.

 

Deutscher Harmonika-Verband e.V.
Foto: Reinhard Thomas

01 Jul 2021

Vom 20. bis 22. September 2021 findet der 3. Bundeskonkress Kinder- und Jugendarbeit statt – erstmals im digitalen Raum.Er bietet zahlreiche Möglichkeiten für gemeinsamen Austausch und fachpolitische Debatten zu Themen wie »Bildung, Demokratie und Beteiligung«, »Aufwachsen heute« und »Corona und die Folgen«.

Die Fachveranstaltung lädt Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Fachpraxis, Verwaltung und Politik mit Arbeitsschwerpunkten im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ein, mitzumachen, sich auszutauschen, und das Programm mitzugestalten.

Der Großteil der Veranstaltungen, mehr als 120 Sessions, wird  in virtuellen Meetingräumen stattfinden. Zudem werden zentrale Programmpunkte wie die Eröffnungs- und die Abschlussveranstaltung, aber auch einige Talks und Vorträge, als Stream stattfinden und öffentlich ohne Anmeldung zugänglich sein. Auch der jugendpolitische Abend am 20.09. und der jugendkulturelle Abend am 21.09. sind öffentlich zugänglich.

Die Anmeldung für den Bundeskongress ist ab Anfang Juli bis 6. September unter www.bundeskongress-kja.de möglich.

17 Jun 2021

Das Bundesfinanzminsterium (BMF) hat seine bisherigen Ausführungen zu Erleichterungsregelungen in der Corona-Pandemie in einigen Punkten ergänzt (FAQ „Corona“ – Steuern, Stand: 26. April 2021).

Zeitnahe Mittelverwendung
Viele gemeinnützige Einrichtungen haben ihre Aktivitäten aktuell weitgehend eingestellt. Trotz weitgehender Einnahmeneinbrüche wurde die eingenommen Mittel deswegen vielfach nicht verwendet. Gesetzlich vorgesehen ist, dass Mittel zeitnah und damit spätestens in den auf den Zufluss folgenden zwei Jahren für die steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden müssen.

Das BMF nennt zwar keine konkrete Fristverlängerung für die Mittelverwendung, stellt aber klar, dass angesichts der derzeitigen Situation bei der Frist in jedem Fall die Auswirkungen der Corona-Krise berücksichtigt werden. Den gemeinnützigen Einrichtungen wird damit mehr Zeit als gewöhnlich zur Verwendung der angesammelten Mittel eingeräumt. Die im Jahr 2020 oder 2021 eigentlich für einen bestimmten Zweck zur Verwendung vorgesehenen Mittel müssen also nicht irgendwie anderweitig verwendet werden.

Auflösung von Rücklagen
Das BMF erlaubt ausdrücklich die Auflösung von Rücklagen, die zu anderen Zwecken gebildet worden sind. Sie dürfen aufgelöst werden, um eine aufgrund der Corona-Krise entstandene wirtschaftliche Notlage abzumildern. Das gilt also auch für zweckgebundene Rücklagen oder Wiederbeschaffungsrücklagen.

Rückerstattung von Beiträgen
Die Rückerstattung von Beiträgen hatte das BMF ebenfalls schon mit früherem Schreiben erlaubt. Bis Ende 2021 ist das unschädlich, auch wenn die aktuellen Satzungsbestimmungen oder Beitragsordnungen die Rückzahlung von Beiträgen an durch die Corona-Krise wirtschaftlich in Not geratene Mitglieder beziehungsweise die Befreiung dieser Mitglieder von Beitragszahlungen nicht zulassen. Der Verein muss sich die von dem Mitglied geltend gemachte, durch die Corona-Krise bedingte wirtschaftliche Notlage nicht nachweisen lassen. Es reicht aus, wenn sich das Mitglied plausibel auf eine solche Not beruft oder sich die Notsituation des Mitglieds für die Körperschaft plausibel aus anderen Umständen ergibt.

Fehlen satzungsmäßiger Tätigkeiten
Grundsätzlich erhalten gemeinnützige Einrichtungen für Jahre, in denen sie keine satzungsmäßigen Zwecke verfolgen, keine Gemeinnützigkeit. Von diesem Grundsatz weicht das BMF ab, wenn es den Einrichtungen wegen der Pandemie nicht möglich war, ihren satzungsmäßigen Tätigkeiten im üblichen Umfang nachzugehen oder wenn sie sogar weitestgehend untätig bleiben. Aus gemeinnützigkeitsrechtlicher Sicht – so das BMF – sollen die Finanzämter das nicht beanstanden, wenn in den Tätigkeitsberichten diese Einschränkungen glaubhaft gemacht werden. Es wird also genügen, wenn der Verein im Tätigkeitsbericht kurz darstellt, in welcher Weise die eigenen Aktivitäten von der Corona Pandemie betroffen waren.

Verschiebung der Mitgliederversammlung
Aufgrund der Einschränkungen infolge der COVID-19-Pandemie ist es im Jahr 2020 vielen gemeinnützigen Vereinen nicht möglich gewesen, Mitgliederversammlungen durchzuführen. Das ist – so das BMF – gemeinnützigkeitsrechtlich unschädlich. Sofern eine Mitgliederversammlung Corona bedingt ausgefallen ist oder verschoben wurde, soll der Verein das zuständige Finanzamt bei der nächsten turnusmäßigen Steuererklärung darauf hinweisen und etwaige Unterlagen (zum Beispiel Tätigkeitsberichte) beigefügen: Entsprechende Unterlagen aus der Mitgliederversammlung (Protokolle und Jahresberichte) sind ja nicht verfügbar.

 

Quelle: Vereinsinfobrief Nr. 411 (www.vereinsknowhow.de).