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Monthly Archives: Mai 2022

19 Mai 2022

Der Deutsche Harmonika-Verband schreibt in Kooperation mit dem Deutschen Akkordeonlehrer-Verband den »Wolfgang Jacobi Kompositionspreis«, einen Wettbewerb für Komponistinnen und Komponisten aus aller Welt aus. Ziel ist es, die Teilnehmenden dazu anzuregen, sich mit dem Instrument Akkordeon zu beschäftigen. Als Vorbild und Inspiration soll das Werk Wolfgang Jacobis dienen. Prämiert wird die beste eingereichte Komposition mit einem Preisgeld von 3.000 Euro. Einsende- bzw. Teilnahmeschluss ist der 1. Oktober 2022.

Bereits zum dritten Mal schreibt der Deutscher Harmonika-Verband e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Akkordeon-Lehrerverband e.V. den Wolfgang Jacobi Kompositionspreis aus. Dabei sollen Werke für Akkordeon-Orchester bzw. Akkordeon-Ensemble von einer Länge von 8 bis 15 Minuten entstehen, welche neue Impulse für die Szene setzen und Weiterentwicklungen anregen sollen. Zugleich sollten die Kompositionen auch spiel- und hörbar sein, sodass sie tatsächlich Eingang in die Spielpraxis der Orchester und Ensembles finden.

Die Teilnehmenden sollen sich dabei mit der Kompositionstechnik Wolfgang Jacobis auseinandersetzen und sich von seinen Werken inspirieren lassen. Wolfgang Jacobi (1894 – 1972) war für die Akkordeonszene ein wichtiger Schrittmacher moderner Literatur, wenngleich zu Lebzeiten weniger bekannt. Denn die Ästhetik der Klarheit seiner Werke kombiniert mit bis dato ungekannten Artikulationsformen schuf neue Horizonte der Klangvorstellung sowie eine erfrischende und notwendige Neueinstellung zum technisch »Unbequemen«. Er eröffnete dadurch vollkommen neue Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments. Die Interpretation seiner Kompositionen ist bis heute ein Prüfstein künstlerischen Akkordeonspiels. Für Akkordeonorchester schrieb Jacobi Werke mit wahrem Reichtum an klanglichen Ideen und strukturellen Verknüpfungen, weshalb er sich noch heute in den Programmen der Klangkörper findet.

Zur Uraufführung soll das oder die Preisträger-Kompositionen beim Konzert des Bundesakkordeonorchesters am Sonntag, 19. Februar 2023 im Neuen Museum in Nürnberg kommen. Es steht dabei ein Preisgeld von 3.000 Euro zur Verfügung, das von den Jurorinnen und Juroren frei vergeben werden kann. Die Jury besteht aus bundesweit tätigen und renommierten Fachleuten für Komposition und Akkordeon. Den Vorsitz hat der Komponist Prof. Moritz Eggert von der Hochschule für Musik und Theater München. Gestiftet wird das Preisgeld von den Nachfahren Wolfgang Jacobis. Der Kompositionswettbewerb wird darüber hinaus unterstützt vom Deutschen Akkordeonlehrerverband e.V. sowie von der Hohner Musikinstrumente GmbH und der Verlagsgruppe Jetelina.de.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und die Ausschreibung zum Download finden sich hier.

 

Quellenangabe: Die wissenschaftliche Einordnung Jacobis in dieser Presseinformation ist einem Aufsatz von Andreas Nebl, Mitglied im DHV-Fachbeirat Musik, entnommen. Der gesamte Aufsatz ist in der Harmonika International, Ausgabe 02/2022 (erscheint am 10. Juni), zu finden.|

 

18 Mai 2022

Im Rahmen unserer Schul-Kooperationen in Mannheim-Rheinau und weiteren Mannheimer Vororten suchen wir dich als engagierte Lehrkraft für unsere Tasten-AG.

Wir bieten Kindern der 2. und 3. Grundschulklasse einen Einstieg in die Welt der Musik, damit sie das gemeinsame Musizieren auf dem Keyboard und dem Akkordeon lernen. Hierbei arbeiten wir mit einem kindgerechten Konzept.

Neugierig geworden und dein Interesse geweckt? Dann melde dich bei unserer musikalischen Leiterin Liane Weber.

Vielleicht hast du bereits erste Erfahrungen im Bereich der musikalischen Kinder- und Jugendarbeit oder dem Unterrichten im Allgemeinen, die du bei uns mit einbringen kannst.

Kontaktdaten:
Mail: l.weber@hhv-rheinklang.de
Telefonnummer: 0179 / 6921184

Wir freuen uns, von dir zu hören!

03 Mai 2022

Bei einem Parlamentarischen Abend des Bundesmusikverband Chor & Orchester in der Akademie der Künste berlin stellt der Dachverband der Amateurmusik sich den Abgeordneten des Deutschen Bundestages vor. In Anwesenheit von Kulturstaatsministerin Claudia Roth wurden Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung des Immateriellen Kulturerbes präsentiert.

In der Akademie der Künste Berlin fand am Dienstag, den 26. April in Anwesenheit der Kulturstaatsministerin Claudia Roth MdB der Parlamentarische Abend des Bundesmusikverbands Chor & Orchester (BMCO) statt. Der BMCO als Dachverband der Amateurmusik vertritt die Interessen von 14,3 Millionen Menschen, die in ihrer Freizeit Musik machen. Die Amateurmusik ist damit die größte Kulturbewegung in Deutschland. Mit täglich über 1.400 Konzerten trägt sie zur kulturellen Grundversorgung bei.

Im Rahmen des Parlamentarischen Abends stellte sich der Bundesmusikverband den Abgeordneten des Deutschen Bundestages vor. Die Veranstaltung bildete die Möglichkeit für zahlreiche Gespräche zwischen Politik und Musikverbänden. Auch Live-Musik stand auf dem Programm.

BMCO-Präsident Benjamin Strasser MdB wies für den Spitzenverband der Amateurmusik auf die enormen Auswirkungen der Corona-Pandemie hin. Er unterstrich aber auch, welchen Beitrag die Amateurmusik als Teil der Solidaritätsbewegung für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine aktuell leiste. Er dankte den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, der Vorgängerregierung und den Mitarbeitenden der Kulturstaatsministerin, dass der BMCO in den letzten beiden Jahren zwei große Neustart-Kultur-Programmlinien in Höhe von über 30 Mio. EUR aufbauen konnte, um die Belastungen der Pandemie zu verringern.

Zugleich betonte er: »Das Weiterleiten von Fördermitteln des Bundes kann nicht unser alleiniger Daseinszweck sein. Was wir nun benötigen, ist eine nachhaltige und damit langfristige Planungsgrundlage für den BMCO und für die Amateurmusik. Die Amateurmusik kann nur durch eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung Ausdruck unserer starken Zivilgesellschaft bleiben. Dafür braucht es ein besonderes Maßnahmenpaket Amateurmusik.«

Auch Kulturstaatsministerin Claudia Roth MdB betonte, dass Musikvereine, Chöre und Orchester für die individuelle Entwicklung wie für die gemeinsame kulturelle Selbstverwirklichung und den sozialen Zusammenhalt unentbehrlich sind. Sie seien tatsächlich eine ganz besondere gesellschaftliche Kraft, die Gemeinschaft ermögliche, ein Gefühl von Heimat vermittlee, Identität und auch Lebensfreude stifte.

Hinsichtlich der nun anstehenden Anstrengungen betonte die Kulturstaatsministerin, dass es einen gemeinsamen Aufbruch brauche, der nur gelänge, wenn die Politik Vertrauen in die Akteur*innen setze. Wenn sie einen verlässlichen Rahmen vorgebe und wenn sie Planungssicherheit schaffe. Planungssicherheit sei das A und O für einen Neubeginn.

Die Herausforderungen für die Amateurmusik sind gerade nach der Corona-Pandemie größer denn je. Der Bundesmusikverband stellte deshalb ein Maßnahmenpaket Amateurmusik mit insgesamt acht Vorschlägen vor. Dazu zählen u.a. ein eigener Haushaltstitel, die Verlängerung der NEUSTART-Programme und die Einrichtung eines Amateurmusikfonds. Wichtig ist jetzt, Aufbauarbeit für die Ensembles zu leisten und den Mehrwert für die Gesellschaft zu erhalten.

In den zahlreichen Gesprächen gab es fraktionsübergreifenden Zuspruch zu den Ideen des Maßnahmenpakets. Diskutiert wurde auch über weitere Ideen zur Entlastung des ehrenamtlichen Engagements im Bereich der Amateurmusik. Es wurde betont, dass die Förderung gemeinsamen Musizierens einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft leisten kann. Die Unterstützung der Chor- und Orchestermusik müsse daher als eine Zukunftsinvestition in die gesellschaftspolitische Arbeit vieler Engagierter gesehen werden.

Bundesmusikverband Chor & Orchester