logo

Category : Aktuelles

25 Aug 2021

“In aller Munde”: Unter diesem Titel zeigt das Stadtmuseum iserlohn eine multimediale Sonderausstellung zur Mundharmonika. Dort gibt es nicht nur rund 700 Instrumente zu sehen, sondern es wird auch die Bedeutung der Mundharmonika im gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Kontext vorgestellt.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Harmonikamuseum Trossingen entstanden und läuft noch bis 24. Oktober, immer dienstags bis sonntags.

Zur Webseite des Stadtmuseums Iserlohn geht es hier.

 

09 Aug 2021

Der Deutsche Musikrat führt gemeinsam mit der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland das Projekt „Orgelmusik in Zeiten von Corona“ durch. Das Projekt bildet einen Beitrag zum „Jahr der Orgel“, das die Landesmusikräte für 2021 ausgerufen haben. Im Rahmen des Projekts entstanden 17 Kompositionen für Orgel, die die Corona-Zeit künstlerisch reflektieren. Im Herbst 2021 werden diese Orgelwerke in zahlreichen Konzerten und Gottesdiensten erklingen. So sollen das Musikleben aktiv befördert und die Zuhörenden zu einer Auseinandersetzung mit den Pandemie-Erfahrungen angeregt werden. Den Abschluss des Projekts bildet ein Finissage-Konzert am 21. November 2021, bei der alle 17 Kompositionen gemeinsam zur Aufführung kommen. Das Projekt wird durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien gefördert.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Die Corona-Zeit hat die Welt radikal verändert und wird auch im Musikleben nach lange nachwirken. Das Projekt ‚Orgelmusik in Zeiten von Corona‘ gibt mit künstlerischen Mitteln Impulse für eine emotionale Bewältigung dieser für viele so schwierigen Zeit: Die 17 Kompositionen bieten als Panorama unterschiedlicher Stimmungsbilder kreative Bezugspunkte für die Auseinandersetzung mit dem Erlebten. Zugleich wird auch die gemeinsame Erfahrung von Live-Musik – sei es in Konzerten oder musikalisch begleiteten Gottesdiensten – wieder beflügelt. So ist das Projekt ein Zeichen der Hoffnung und des Aufbruchs und stiftet durch seine überkonfessionelle Ausrichtung Verbindung zwischen den Menschen. Im Fokus steht dabei die Orgel, die nicht nur im ‚Jahr der Orgel‘ 2021 mit ihrer spirituellen Kraft und ihrem Klangfarbenreichtum die Menschen ganz unmittelbar zu berühren vermag. Der Deutsche Musikrat freut sich auf die Konzerte, Andachten und Gottesdienste, in denen die 17 Unikate im Herbst 2021 im ganzen Bundesgebiet zu erleben sein werden, und dankt seinen Partnern für die engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei diesem Projekt.“

Die 17 Kompositionen werden in einem Sammelband vom Carus-Verlag veröffentlicht. In Deutschland tätige Organistinnen und Organisten können eine Online- oder Printausgabe des Orgelbuchs kostenfrei über den Deutschen Musikrat erhalten, wenn sie innerhalb des Projekts „Orgelmusik in Zeiten von Corona“ im Herbst 2021 in einem Konzert oder Gottesdienst Stücke aus dem Orgelbuch aufführen. Die digitale und die Print-Ausgabe können ab 09. September 2021 bezogen werden. Das Registrierungsformular sowie weitere Informationen zum Projekt sind auf www.orgel-corona.de verfügbar.

Berlin, 05. August 2021

05 Aug 2021

Das Angebot des Bundesakkordeonorchesters zur Mitwirkung im Orchester richtet sich an Musiker, die entweder hauptberuflich als Musikstudenten, Musiklehrer, Solisten oder Dirigenten mit dem Akkordeon verbunden sind oder die aufgrund ihrer Spielfähigkeit auf professionellem Niveau auch als Amateure für eine Mitwirkung in einem solchen Ensemble ausreichend qualifiziert sind. Dies kann ggf. durch ein Vorspiel oder entsprechende Referenzen nachgewiesen werden. Das BuAkkO im DHV ist grundsätzlich ein Projektorchester für Spieler im Alter ab 27 Jahren. In Ausnahmefällen können auch jüngere Spieler zur Teilnahme zugelassen werden. Dies ist bei der Anmeldung (schriftlich begründet) zu beantragen.

Die Planungen für 2022 sind natürlich wiederum geprägt von den Entwicklungen der Corona-Pandemie. Kurzfristige Änderungen sind daher nicht ausgeschlossen, die Teilnahme ist an die dann gültigen Verordnungen gekoppelt.
Im Projektjahr 2022 wird Ian Watson (London) das BuAkkO dirigieren.

Geplant sind:
Erste Arbeitsphase: 15. /16.1.2022
Landesmusikakademie Hessen auf Schloss Hallenburg in Schlitz
Geprobt wird am Samstag von 10.00-21.00 Uhr und am Sonntag von 9.00-15.00 Uhr.

Zweite Arbeitsphase und Premieren-Konzert am 19./20.02.2022 – voraussichtlich in Nürnberg.
Geprobt wird am Samstag von 10.00-21.00 Uhr. Einspielprobe am Sonntag ab 9.30 Uhr. Konzert um 11.15 Uhr.

Konzertreise nach London: geplant vom 30.9. – 3.10.2022
mit einem Konzert in London am 01.10.2022 LSO St. Luke’s concert hall https://lso.co.uk/lso-st-lukes.html

Das Programm beinhaltet u.a. Uraufführungen von Stefan Hippe und Ian Watson sowie Werke von Dmitri Schostakowitsch und John Williams. Alle Planungen erfolgen vorbehaltlich der weiteren „Corona-Entwicklung“ und den jeweils aktuellen Coronaverordnungen und Hygienebestimmungen. Bei der Unterbringung, den Probenmöglichkeiten und der Konzertdurchführung werden alle derzeit gültigen Bestimmungen berücksichtigt.

„Geplante Fehlzeiten“ sind bei den Proben des Bundesakkordeonorchesters aufgrund der kompakten Organisationsformen nicht möglich. Der Teilnehmerbeitrag deckt auch die bei den Probephasen und Konzerten notwendigen Übernachtungen ab.
Zusätzliche Übernachtungen, beispielsweise bei Anreise bereits am Vortag, müssen von den Teilnehmern selbst getragen werden.

Die Teilnehmergebühr beträgt 200,00 € (bei jeweils einer Übernachtung im DZ – Kosten für Einzelzimmer oder ggf. zusätzlicher Übernachtung wegen weiterer Anreise müssen selbst gezahlt werden).

Für die Konzertreise nach London fallen Zusatzkosten an. Es sind bereits Zimmer in einem Appartement-Hotel reserviert (voraussichtlich ca. 50€ pro Nacht im DZ / bei 3 Nächten also ca. 150,00€). Die Anreise nach London wird individuell oder in Kleingruppen geplant. Die Kosten dafür müssen auch selbst bezahlt werden

Die Anmeldung erfolgt verbindlich für alle Probentermine und Konzerte. Sollte wider Erwarten ein Termin seitens eines Teilnehmers nicht wahrgenommen werden können, verfällt die Teilnahmeberechtigung für das komplette Jahr, eine Rückerstattung der Teilnahmegebühr ist auch in solchen Fällen leider grundsätzlich nicht möglich.

Anmeldeschluss: 1. Oktober 2021
Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online unter: www.buakko.de

Wir freuen uns auf Euch!!!
Mit vielen Grüßen,
auch im Namen der Bundesdirigentin Silke D‘Inka
Andrea Nolte (Projektleiterin)

20 Jul 2021

Die interaktive Klanginstallation des Deutschen Harmonika-Verbandes begeistert Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau in Überlingen.

Im Rahmen von »Klangwellen – Festival der Amateurmusik am See« am 17. Juli in Überlingen feierte der Deutsche Harmonika-Verband Premiere seines innovativen Musik-Projekts »Musik berührt«. Unter dem Titel verbirgt sich eine interaktive Klanginstallation, die dazu einlädt, selbst Musik zu spielen und zu experimentieren – natürlich coronakonform, denn die Berührung ist nicht physischer, sondern musikalischer Natur. Die Besucherinnen und Besucher des Festivaltages waren durchweg fasziniert und begeistert. Wer die gelungene Premiere verpasst haben sollte, hat die Möglichkeit die Klanginstallation auch beim Landes-Musik-Festival in Neresheim zu erleben.

»Musik berührt« wurde im Rahmen des 90-jähringen Jubiläums des Deutschen Harmonika-Verbands (DHV) mit etwa einem dreiviertel Jahr Vorlauf entwickelt. Unter dem Motto »Eine interaktive Klanginstallation zum Berühren und berührt werden« werden Harmonika und Akkordeon für jeden und jede erlebbar. Hierfür wurden eigens acht «Klangsphären« komponiert, die über die Installation gespielt werden können. Denn in der Klanginstallation sind Näherungssensoren verbaut. Durch Annäherung mit der Hand an Kreise auf der Tischinstallation schaltet man diese Kompositionselemente ein und aus. Niederschwellig kann so gemeinsam Musik gemacht werden, ohne dass man sich zu nahekommt und ohne musikalische Vorkenntnisse.

Wie sich bereits bei der Premiere zeigte, ging das Konzept voll auf. Alle Besucherinnen und Besucher der Klanginstallation waren begeistert von den Klängen und Melodien, die dabei erzeugt werden konnten. Kinder, Erwachsene sowie Seniorinnen und Senioren ließen sich auf das intuitive Musikmachen ein und lernten spielerisch die vielseitige Klangwelt der Harmonikainstrumente kennen.

Projekte wie dieses würde man eigentlich in der kreativen Szene vermuten, doch hier zeigt sich die Amateurmusik- und Verbandswelt innovativ. Die Idee und Konzeption entstanden im Deutschen Harmonika-Verband gemeinsam mit Mateusz Phouthavong und Hanns Clasen, die das Projekt entwickelten und betreuten. Nicht nur den beiden Entwicklern von »Musik berührt« bereiteten das Ausprobieren und Musizieren Freude. Auch Überlingens Oberbürgermeister Jan Zeitler und der Präsident des Landesmusikverbands, Christoph Palm, sowie DHV-Präsident Jochen Haußmann MdL waren sichtlich begeistert von »Musik berührt«.

Ziel des Projektes ist es, die Harmonika- und Akkordeonmusik auch Menschen näher zu bringen, die bisher wenig Berührungspunkte mit dieser Gattung hatten. Spielerisch können so Barrieren abgebaut und neue Zielgruppen erreicht werden. Um die Klänge erlebbar zu machen, entwickelte der Akkordeonist und Komponist Hans-Günther Kölz gemeinsam mit Martin Kopf eigens für »Musik berührt« acht sogenannte »Klangsphären«. Eingespielt wurden diese von Kölz selbst sowie von Brigitte Burgbacher an der Mundharmonika.

Mit dem Projekt möchte der Verband außerdem Impulse für die Szene setzen und dazu anregen, den Blick auch in andere Bereiche der Musik- und Kunstwelt zu richten. »Musik berührt« soll Mut machen, Neues zu wagen, bekannte Pfade zu verlassen und auf die Bevölkerung zuzugehen. Für die Vermittlung der Klanginstallation wird bereits an weiteren Formaten gearbeitet. Eine Adaption in andere Bereiche ist auch vorstellbar.

Für alle, die bei der Premiere nicht dabei sein konnten, wird »Musik berührt« zum nächsten Mal beim Landes-Musik-Festival am 18. September 2021 in Neresheim erlebbar. Auch bei weiteren Veranstaltungen der Amateurmusik wird die interaktive Klanginstallation künftig vertreten sein.

Ermöglicht wurde das Projekt mit Unterstützung der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg. Die HOHNER Musikinstrumente GmbH stellte freundlicherweise Instrumente und Instrumententeile zur Veranschaulichung der Installation bereit. Allen Beteiligten gilt herzlicher Dank.

Weitere Informationen zu »Musik berührt« gibt es in Kürze unter www.musik-beruehrt.de.

 

Deutscher Harmonika-Verband e.V.
Foto: Reinhard Thomas

01 Jul 2021

Vom 20. bis 22. September 2021 findet der 3. Bundeskonkress Kinder- und Jugendarbeit statt – erstmals im digitalen Raum.Er bietet zahlreiche Möglichkeiten für gemeinsamen Austausch und fachpolitische Debatten zu Themen wie »Bildung, Demokratie und Beteiligung«, »Aufwachsen heute« und »Corona und die Folgen«.

Die Fachveranstaltung lädt Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Fachpraxis, Verwaltung und Politik mit Arbeitsschwerpunkten im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ein, mitzumachen, sich auszutauschen, und das Programm mitzugestalten.

Der Großteil der Veranstaltungen, mehr als 120 Sessions, wird  in virtuellen Meetingräumen stattfinden. Zudem werden zentrale Programmpunkte wie die Eröffnungs- und die Abschlussveranstaltung, aber auch einige Talks und Vorträge, als Stream stattfinden und öffentlich ohne Anmeldung zugänglich sein. Auch der jugendpolitische Abend am 20.09. und der jugendkulturelle Abend am 21.09. sind öffentlich zugänglich.

Die Anmeldung für den Bundeskongress ist ab Anfang Juli bis 6. September unter www.bundeskongress-kja.de möglich.

17 Jun 2021

Das Bundesfinanzminsterium (BMF) hat seine bisherigen Ausführungen zu Erleichterungsregelungen in der Corona-Pandemie in einigen Punkten ergänzt (FAQ „Corona“ – Steuern, Stand: 26. April 2021).

Zeitnahe Mittelverwendung
Viele gemeinnützige Einrichtungen haben ihre Aktivitäten aktuell weitgehend eingestellt. Trotz weitgehender Einnahmeneinbrüche wurde die eingenommen Mittel deswegen vielfach nicht verwendet. Gesetzlich vorgesehen ist, dass Mittel zeitnah und damit spätestens in den auf den Zufluss folgenden zwei Jahren für die steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden müssen.

Das BMF nennt zwar keine konkrete Fristverlängerung für die Mittelverwendung, stellt aber klar, dass angesichts der derzeitigen Situation bei der Frist in jedem Fall die Auswirkungen der Corona-Krise berücksichtigt werden. Den gemeinnützigen Einrichtungen wird damit mehr Zeit als gewöhnlich zur Verwendung der angesammelten Mittel eingeräumt. Die im Jahr 2020 oder 2021 eigentlich für einen bestimmten Zweck zur Verwendung vorgesehenen Mittel müssen also nicht irgendwie anderweitig verwendet werden.

Auflösung von Rücklagen
Das BMF erlaubt ausdrücklich die Auflösung von Rücklagen, die zu anderen Zwecken gebildet worden sind. Sie dürfen aufgelöst werden, um eine aufgrund der Corona-Krise entstandene wirtschaftliche Notlage abzumildern. Das gilt also auch für zweckgebundene Rücklagen oder Wiederbeschaffungsrücklagen.

Rückerstattung von Beiträgen
Die Rückerstattung von Beiträgen hatte das BMF ebenfalls schon mit früherem Schreiben erlaubt. Bis Ende 2021 ist das unschädlich, auch wenn die aktuellen Satzungsbestimmungen oder Beitragsordnungen die Rückzahlung von Beiträgen an durch die Corona-Krise wirtschaftlich in Not geratene Mitglieder beziehungsweise die Befreiung dieser Mitglieder von Beitragszahlungen nicht zulassen. Der Verein muss sich die von dem Mitglied geltend gemachte, durch die Corona-Krise bedingte wirtschaftliche Notlage nicht nachweisen lassen. Es reicht aus, wenn sich das Mitglied plausibel auf eine solche Not beruft oder sich die Notsituation des Mitglieds für die Körperschaft plausibel aus anderen Umständen ergibt.

Fehlen satzungsmäßiger Tätigkeiten
Grundsätzlich erhalten gemeinnützige Einrichtungen für Jahre, in denen sie keine satzungsmäßigen Zwecke verfolgen, keine Gemeinnützigkeit. Von diesem Grundsatz weicht das BMF ab, wenn es den Einrichtungen wegen der Pandemie nicht möglich war, ihren satzungsmäßigen Tätigkeiten im üblichen Umfang nachzugehen oder wenn sie sogar weitestgehend untätig bleiben. Aus gemeinnützigkeitsrechtlicher Sicht – so das BMF – sollen die Finanzämter das nicht beanstanden, wenn in den Tätigkeitsberichten diese Einschränkungen glaubhaft gemacht werden. Es wird also genügen, wenn der Verein im Tätigkeitsbericht kurz darstellt, in welcher Weise die eigenen Aktivitäten von der Corona Pandemie betroffen waren.

Verschiebung der Mitgliederversammlung
Aufgrund der Einschränkungen infolge der COVID-19-Pandemie ist es im Jahr 2020 vielen gemeinnützigen Vereinen nicht möglich gewesen, Mitgliederversammlungen durchzuführen. Das ist – so das BMF – gemeinnützigkeitsrechtlich unschädlich. Sofern eine Mitgliederversammlung Corona bedingt ausgefallen ist oder verschoben wurde, soll der Verein das zuständige Finanzamt bei der nächsten turnusmäßigen Steuererklärung darauf hinweisen und etwaige Unterlagen (zum Beispiel Tätigkeitsberichte) beigefügen: Entsprechende Unterlagen aus der Mitgliederversammlung (Protokolle und Jahresberichte) sind ja nicht verfügbar.

 

Quelle: Vereinsinfobrief Nr. 411 (www.vereinsknowhow.de).

15 Jun 2021

Amateurmusikverbände begrüßen Erleichterungen für gemeinnützige Vereine

Die Eintragung in das Transparenzregister soll für Vereine zukünftig automatisch erfolgen.
Ab dem Jahr 2024 ist kein Antrag für die Gebührenbefreiung mehr notwendig. Für 2021-2023 greift ein vereinfachtes Verfahren.

Die seit 2017 bestehende Beitragspflicht für die Verwaltung des Transparenzregisters, von denen viele Vereine erst kürzlich durch erstmaligen Versand einer Rechnung für die vergangenen Jahre erfuhren, wird verändert. Der Deutsche Bundestag beschloss in seiner gestrigen Sitzung am 10. Juni, das umstrittene Transparenzregister anzupassen.

Die rückwirkende Zahlungsaufforderung wird zwar nicht gestoppt, wir konnten allerdings folgende Ergebnisse erzielen:

  1. Für eine Übergangszeit bis 2023 soll es eine erleichterte Befreiung von der Zahlungspflicht geben;
  2. Ab dem Jahr 2024 soll ein Antrag für die Gebührenbefreiung nicht mehr notwendig sein.

Der Bundesmusikverband (BMCO), die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) und der Deutsche Chorverband (DCV), die tausende gemeinnützige Musikvereine vertreten, hatten sich u.a. neben dem Deutschen Olympischen Sportbund, dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und dem Deutschen Kulturrat für eine Vereinfachung der bürokratischen Regelungen im Kontext des Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz Geldwäsche (TraFinG) eingesetzt.

Zentrales Anliegen war, eine automatische Eintragung in das Transparenzregister und eine vereinfachte Gebührenbefreiung für die vielen gemeinnützigen Vereine im Bereich der Amateurmusik zu erwirken. Die errungene Lösung bedeutet für die ehrenamtlich und vereinsgetragene Amateurmusik eine große Entlastung. Die automatische Eintragung in das Transparenzregister bedeutet für 14,3 Millionen Menschen im Bereich der Amateurmusik mehr Bürokratie-Abbau.

Die Präsidenten Benjamin Strasser MdB (BMCO), Paul Lehrieder MdB (BDMV) und Christian Wulff (DCV) sowie Petra Merkel (MdB 2002-13 und Vizepräsidentin des DCV) begrüßten die Entscheidung des Deutschen Bundestags und das damit verbundene parteiübergreifende Signal: Amateurmusizieren braucht bürokratiearme Strukturen, damit die Amateurmusik-landschaft im Ehrenamt lebendig bleiben kann.

Weitere Informationen:

Das im Geldwäschegesetz §§ 18 ff verankerte Transparenzregister ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Register, in das seit dem 1. Oktober 2017 die wirtschaftlich Berechtigten von juristischen Personen des Privatrechts und eingetragenen Personengesellschaften einzutragen sind. Rechtsgrundlage ist das Gesetz zur Umsetzung der Vierten EU-Geldwäscherichtlinie, das am 26. Juni 2017 in Kraft trat.

Für gemeinnützige Vereine (steuerbegünstigte Zwecke im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung) galt ab dem Jahr 2020, dass sie durch Antrag davon befreit werden konnten, Gebühren für die Führung des Transparenzregisters an die Bundesanzeiger Verlag GmbH zu zahlen. Dazu waren viele Musikvereine seit Herbst 2019 aufgefordert worden. Der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO) hat sich daraufhin gemeinsam mit der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV) und dem Deutschen Chorverband e.V. (DCV) für eine Gebührenbefreiung eingesetzt.

Pressemitteilung BDMV, Stuttgart

08 Jun 2021

Die Durchführung des Akkordeon Musik Preis Video-Wettbewerbs war ein voller Erfolg. Knapp 200 Video-Beiträge wurden eingereicht und vom 5. bis 6. Juni durch fünf hochkarätig besetzte Jurys bewertet. Dabei wurden zahlreiche hervorragende Ergebnisse erzielt und sämtliche Preise und Sonderpreise vergeben. Die Premiere einer solchen digitalen Veranstaltung im Deutschen Harmonika-Verband zeigt gebündelt die hohe musikalische Qualität der Harmonikaszene.

Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, fanden am 5. und 6. Juni die Wertungen der Video-Beiträge des diesjährigen Akkordeon Musik Preises statt. Insgesamt 167 Teilnehmende hatten vorab 192 Video-Aufnahmen unterschiedlichster Couleur eingesendet. Ausgespielt wurden Wertungen in 28 Kategorien und Altersgruppen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden vor allem Solo-Beiträge eingereicht und so waren in den Duo- und Ensemblegattungen nur wenige, aber dennoch erstklassige Beiträge vorhanden.

Die 17 Wertungsrichterinnen und Wertungsrichter aus der ganzen Bundesrepublik hatten keine einfache Aufgabe, denn alle Vorträge waren sowohl spieltechnisch als auch interpretatorisch von hoher bis hervorragender Qualität. Insbesondere auf den vorderen Plätzen trennten die Teilnehmenden oft nur wenige Punkte voneinander. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund beachtlich, dass der Instrumentalunterricht in den vergangenen Monaten aufgrund der Corona-Pandemie großteils per Video-Telefonie erfolgte. In allen Kategorien wurden Preisträgerinnen und Preisträger gekürt und die Sonderpreise vergeben.

Gemäß den Wettbewerbsregularien werden an die jeweils Erstplatzierten der Altersgruppe 5 und der Profikategorien mit dem Prädikat »hervorragend« der Titel »Preisträger*in Akkordeon Musik Preis« vergeben. Die beiden bestbewerteten Ergebnisse konnten mit herausragenden 48,0 von 50 möglichen Punkten Isabell Schirmer und Kim Winter in der Kategorie »Akkordeon | Kammermusik (Amateure)« sowie Lukas Proske in der Kategorie »Akkordeon | Solo Popularmusik (Professionals)« erzielen.

Mit kaum weniger Punkten holte Ronja Ramisch mit 47,8 Punkten den Titel in der Kategorie »Akkordeon | Solo (Amateure)«, dicht gefolgt von Antonio Del Castillo, der mit hauchdünnen drei Zehntel Abstand mit dem »Friedrich Lips Pokal« ausgezeichnet wurde und somit beim gleichnamigen Festival in Tscheljabinsk (Russland) die Chance auf ein Solo-Konzert erhält.

Die weiteren Preisträgerinnen und Preisträger lagen nur knapp dahinter und haben ebenfalls exzellente Vorträge präsentiert. Dies sind Sophia Till, Luisa Frank, Anna-Katharina Schau, das Duo Giulia König und Lorenz Schumertl, das Akkordeontrio der Musikschule J. S. Bach Leipzig sowie das Trio Klangspektrum.

Mit dem »Ehrenpreis des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg« ging einer der Sonderpreise an Florian Wagner für seinen hervorragenden Vortrag in der Kategorie »Akkordeon | Solo Popularmusik (Amateure)«, welcher mit 47,5 von 50 Punkten bewertet wurde. Mit dem »Wolfgang Jacobi Sonderpreis« wird regelmäßig die beste Interpretation eines Werkes des Komponisten ausgezeichnet. Beim diesjährigen Akkordeon Musik Preis wurde die Auszeichnung auf vier Teilnehmende aufgeteilt. Die Medaille wurde nicht vergeben, da die Vorträge jeweils nur kurze Werke des Komponisten enthielten. Mit dem Sonderpreis ausgezeichnet wurden Anna-Katharina Schau mit 47,0 Punkten in der Kategorie »Akkordeon | Solo Konzertant (Professionals)«, Katharina Jaeger und Nicole Alber mit jeweils 43,0 Punkten in der Kategorie »Akkordeon | Solo (Amateure)« sowie Dana Marlen Röhling mit hervorragenden 41,0 Punkten in der Kategorie »Akkordeon Standardbass | Solo (Amateure)«.

Wir gratulieren allen Teilnehmenden zu ihren herausragenden Ergebnissen und freuen uns sehr über die hohe Resonanz, die dem Wettbewerb zuteilwurde. Die vielen hochkarätigen Präsentationen und die enorme Spielfreude spiegeln die guten Zukunftschancen und das Potenzial der Szene wieder. Ein Dank gilt allen Teilnehmenden und deren Lehrkräften für die wochenlange, exzellente Vorbereitung und die Teilnahme am Wettbewerb sowie allen mitwirkenden Jurorinnen und Juroren wie auch Helferinnen und Helfern. Allen Teilnehmenden wünschen wir weiterhin viel Freude am Musizieren und hoffen sehr, dass alle ihrem Instrument treu bleiben und noch viele Herzen mit ihrer Musik erfreuen werden. Die Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Harmonika-Verbandes freuen sich auf die kommenden Veranstaltungen des Verbandes, welche hoffentlich wieder in Präsenzform stattfinden können, denn wesentlicher Bestandteil einer solchen Veranstaltung ist der Austausch untereinander und das gegenseitige Zuhören und voneinander Lernen. Nur so können die Teilnehmenden den eigenen Horizont erweitern und neue Impulse aufnehmen.

Die ausführliche Ergebnisliste findet sich hier zum Download sowie unter www.dhv-ev.de/wettbewerbe.

Die Grußworte zum AMP und weitere Informationen zu den Ehren- und Sonderpreisen sowie den Jurys stehen hier zum Download bereit.

Urkunden und Pokale werden den Teilnehmenden in den kommenden Tagen auf dem Postweg zugesandt.

Der Akkordeon Musik Preis Video-Wettbewerb 2021 wird unterstützt von:

27 Mai 2021

Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Akkordeon Musik Preis (AMP) in diesem Jahr als Video-
Wettbewerb ausgetragen. Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried
Kretschmann, wird hierfür die Schirmherrschaft übernehmen und einen Ehrenpreis stiften.

Die Übernahme der Schirmherrschaft für den AMP Video-Wettbewerb durch den Ministerpräsidenten ist
eine große Wertschätzung der Amateurmusikszene im Allgemeinen und der Harmonika-Musik im
Speziellen, worüber wir uns sehr freuen. Dies unterstreicht die Bedeutung des Musiklebens in Baden-
Württemberg sowie die Notwendigkeit auch und gerade in den aktuellen Pandemie-Zeiten kultur- und
nachwuchsfördernd aktiv zu sein.

In seinem Grußwort zur Veranstaltung betont Ministerpräsident Kretschmann den Stellenwert der Szene:
»Gerade in Krisenzeiten ist Musik eine wichtige Stütze, die uns alle verbindet. Deswegen freue ich mich,
dass der Akkordeon Musik Preis in diesem Jahr ausgetragen wird, wenn auch nur virtuell als Video-
Wettbewerb. Sehr gerne habe ich hierfür die Schirmherrschaft übernommen!«

Darüber hinaus stiftet Ministerpräsident Kretschmann, wie auch schon beim Akkorden Musik Preis 2018,
den »Ehrenpreis des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg«, welcher für einen
herausragenden Vortrag der Kategorien Amateure Altersgruppe 4 und 5 vergeben wird.

Neben dem genannten Ehrenpreis werden weitere Sonderpreise vergeben. Mit dem Wolfgang Jacobi
Sonderpreis soll das Lebenswerk des Komponisten unterstrichen und gefördert werden. Der Preis,
bestehend aus einer Medaille, gestaltet von der Tochter Jacobis, und einem Preisgeld, wird für die beste
Interpretation eines Werkes Jacobis in den Akkordeon Solo-Kategorien vergeben. Ermöglicht wird dies
durch den Enkel des Komponisten, Dr. Andreas Ullrich, dem hierfür unser herzlicher Dank gilt. Der
Gewinner oder die Gewinnerin des Friedrich Lips Pokals erhält hingegen die Möglichkeit, im Rahmen des
gleichnamigen, internationalen Festivals ein Solo-Konzert zu präsentieren. Wir freuen uns, dass diese
Kooperation auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten aufrecht erhalten bleiben kann.

In jeder Kategorie wird zudem ein Preisgeld vergeben, welche von unseren langjährigen Partnerinnen und
Partnern gestiftet werden. Dies sind der Deutsche Akkordeonlehrer-Verband e.V, akkordeon.online, der
AMUSIKO Musikverlag sowie die Verlagsgruppe Jetelina. Darüber hinaus wird der Akkordeon Musik Preis
großzügig unterstützt durch die SV SparkassenVersicherung, die Sparkasse Karlsruhe und das Ministerium
für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

»Bei den großzügigen Preisstifterinnen und Preisstiftern aber auch den Fördernden des AMP bedanken wir
uns ganz herzlich und freuen uns sehr, dass der Wettbewerb auch als digitales Format Anerkennung und
Unterstützung erfährt. Die Übernahme der Schirmherrschaft durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann
ist eine ganz besondere Auszeichnung des Finalentscheids«, so DHV-Landesverbands-Präsident Manfred
Kappler. »Allen Teilnehmenden wünschen wir viel Freude und Erfolg!«

Die Grußworte zum AMP sowie weitere Informationen zu den Ehren- und Sonderpreisen stehen hier zum Download bereit. Die Website des DHV zum Akkordeon Musik Preis findet sich unter www.dhv-ev.de/wettbewerbe/.

 

03 Mai 2021

Noch bis 4. Mai anmelden: Seminar “Mitgliederversammlungen in Pandemiezeiten”

Wie führt man im Verein rechtlich einwandfreie Mitgliederversammlungen durch, wenn man sich nicht vor Ort treffen darf? Wie kann man online Wahlen durchführen? Diese und weitere relevante Fragen im Umgang mit Mitgliederversammlungen zur aktuellen Zeit beantworten unsere Experten für digitale Wahlen und Recht im DHV-Seminar “Mitgliederversammlungen in Pandemiezeiten” am 5. Mai 2021 von 18:00 bis 21:00 Uhr. Anmeldungen sind noch bis einschließlich 4. Mai hier möglich.