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Category : Aktuelles

18 Feb 2021

Die Corona-Pandemie schränkt die musikalische Arbeit im Nachwuchs- und Amateurbereich derzeit stark ein. Um den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit mit Partnern im Ausland dennoch aufrechtzuerhalten, unterstützt das Goethe-Institut einmalig die Organisation und Durchführung von internationalen virtuellen Musikprojekten im Bereich der Nachwuchs- und Amateurmusik nach erfolgreicher Antragstellung mit einem pauschalen Projektkostenzuschuss. Damit soll auch in Zeiten der Pandemie ein Raum für kreative Schaffensprozesse ermöglicht werden.

Förderfähig sind alle Arten der musikalischen Zusammenarbeit, bei denen künstlerisch mit digitalen Mitteln gearbeitet wird. Es sind sowohl rein virtuelle als auch hybride Formate möglich. Interdisziplinäre Projekte mit Musikfokus und Vermittlungsangebote sind eingeschlossen.

Die Ausschreibung richtet sich an Chöre, Laienensembles und Nachwuchskünstler*innen aus Deutschland und ihren Partnern im Ausland. Anträge können bis zum 31. März 2021 gestellt werden, Projektstart ist ab 1. April 2021 möglich. Weitere Informationen finden sich hier.

18 Feb 2021

Nach der Datenschutz-Grundverordnung sind Vereine genauso wie Unternehmen und Behörden dazu verpflichtet, Datenschutzinformationen bereitzustellen. Doch wie müssen diese aussehen und was müssen sie enthalten?

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg hat mit „DS-GVO.clever“ ein neues Tool entwickelt, das Vereine bei der Erstellung ihrer Informationen unterstützen soll.

Zur Verwendung des Tools geben beraten zwei Online-Seminare zum Thema „Wie verwende ich DS-GVO.clever?“ am 18. Februar und am 4. März 2021.

04 Feb 2021

Die Konferenz der Landesmusikräte appelliert an die Landesregierungen, baldmöglichst ihre Amateurmusikgruppen und -vereine wieder proben und aufführen zu lassen. In weiten Teilen Deutschlands herrscht derzeit ein Verbot für Amateurchöre, -ensembles und -orchester, das nicht nur die Konzerte, sondern auch die Proben untersagt. Meist sind einzig zur Berufsausübung musikalische Proben erlaubt. Schon heute befürchten die Fachverbände der Amateurmusik ein Vereinssterben, das 10-15% der Musikvereinigungen und Chöre betreffen wird.

In den Städten und mehr noch im ländlichen Raum sorgen Vereine und Initiativen der Amateurmusik für einen Zusammenhalt von Gesellschaft. Der gemeinsame kulturelle Ausdruck hält die Menschen an ihrem Ort, in ihrer Region. Das Musizieren sorgt für Identität. Die Schutzmaßnahmen scheinen angesichts der vielerorts festgestellten Infektionszahlen gerechtfertigt zu sein. Tatsächlich jedoch haben sie nachhaltige Folgen, die ein Fragezeichen hinter die Angemessenheit schreiben.

Denn ohne das gemeinsame Proben ist der Zusammenhalt grundsätzlich in Frage gestellt. Solche Corona-Schutzmaßnahmen bewirken ungeachtet aller positiven virologischen Auswirkungen eine Erosion der Gesellschaft. Besonders auf die Herausbildung kultureller Identitäten vieler Kinder und Jugendlicher wirkt das Versiegen der Amateurmusik verhängnisvoll.

Die Konferenz der Landesmusikräte hat die Situation der Amateurmusik in Deutschland ausführlich reflektiert und fordert die Landesregierungen auf, bei den ersten Lockerungen des Shutdowns auch das Proben von Vereinen und Initiativen der Amateurmusik zuzulassen. Es geht hier nicht um Freizeitgestaltung, sondern um kulturelle Artikulation und Identitätsbildung.

Chöre, Blasorchester und Musikvereine aller Art sind in der Lage, Hygienekonzepte und Abstandsregeln so auszuarbeiten, dass ein coronagemäßes Proben möglich ist. Wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters schon am 26. November in Bezug auf die Kulturszene insgesamt feststellte, dürfen die Vereine nicht die letzten sein, die wieder öffnen dürfen. Auch das neue Infektionsschutzgesetz hat Kunst und Kulturleben eine Ausnahmestellung zuerkannt. Die Konferenz der Ministerpräsident*innen hat die Kulturminister*innen mit der Erarbeitung entsprechender Strategien für die ersten Lockerungsmaßnahmen beauftragt.

Prof. Dr. Ulrike Liedtke
Vorsitzender der Konferenz der Landesmusikräte Deutschlands

18 Jan 2021

Der Deutsche Harmonika-Verband lädt herzlich ein zu seiner beliebten Fortbildungsveranstaltung, der Osterarbeitswoche. Für viele Teilnehmende bedeutet die Osterarbeitswoche in der Bundesakademie Trossingen weniger »Arbeit« mit dem Akkordeon oder der Mundharmonika, sondern vielmehr Urlaub mit dem Lieblingsinstrument unter Gleichgesinnten. Neben der Vermittlung neuer Literatur, Spiel- und Dirigiertechniken in den Lehrgängen sorgt ein attraktives Rahmenprogramm für neues Wissen und Informationsaustausch. Nicht nur »Stammgäste«, auch neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich willkommen! Suchen Sie sich aus dem vielseitigen Lehrgangsangebot das Passende heraus.

Wir freuen uns auf Sie!

Nähere Informationen in der Ausschreibung Osterarbeitswoche 2021

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11 Jan 2021

Am 1. Januar ist das Jahressteuergesetz 2020 in Kraft getreten. Mit im Paket sind einige Verbesserungen für ehrenamtlich Engagierte und Vereine. Für den Präsidenten des Deutschen Harmonika-Verbandes, Jochen Haußmann MdL, ist dies eine wichtige Anerkennung des Ehrenamtes.

Kurz vor Weihnachten haben Bundestag und Bundesrat noch das Jahressteuergesetz 2020 beschlossen. Damit steigen ab 1. Januar 2021 die Übungsleiterpauschale von bislang 2.400 Euro auf 3.000 Euro und die Ehrenamtspauschale von 720 Euro auf 840 Euro jährlich. Damit profitieren Ehrenamtliche, die von ihren Vereinen eine kleine finanzielle Entschädigung erhalten, direkt von steuerlichen Vorteilen.

Zudem steigt nun auch für alle Vereine die Steuerfreigrenze bei Körperschaft- und Gewerbesteuer auf Gewinne beispielsweise beim Verkauf von Kuchen und Getränken bei Konzerten auf zukünftig 45.000 Euro. Bisher profitierten von dieser Regelung lediglich Sportvereine, für Musikvereine galt die niedrigere Grenze von 35.000 Euro. Jochen Haußmann ist sich sicher, „dies ist ein wichtiges Signal an die Musikvereine, dass ihr Engagement nicht weniger wert ist, als das in anderen Vereinen“.

Bürokratieabbau wichtig für die Zukunft der Vereine

Für die Zukunft der Vereine in Deutschland ist es jedoch nicht ausreichend, wenn nur finanzielle Anreize geschaffen werden. Durch einen konsequenten Abbau bürokratischer Hürden werden die Rahmenbedingungen in der täglichen Arbeit der Vereinsvorstände, Schatzmeister*innen und ehrenamtlichen Geschäftsstellen verbessert. Derzeit ist ein typischer Verein durchschnittlich 6,5 Stunden wöchentlich mit bürokratischen Aufgaben befasst, wie eine Studie des Normenkontrollrat Baden-Württemberg gemeinsam mit der Prognos AG im Jahr 2019 zeigt.

Die Ergebnisse des Normenkontrollrats in Baden-Württemberg und der Prozess, in den rund 2.000 Vereine eingebunden waren, könnten als Vorbild dienen, betont Jochen Haußmann, der selbst im Landtag in Baden-Württemberg sitzt. „Wichtig ist, dass kontinuierlich an weiteren Erleichterungen gearbeitet wird, sodass Ehrenamtliche ihre Zeit für die Musik und nicht die Bürokratie aufwenden können“, so der Präsident des Deutschen Harmonika-Verbandes weiter. Ein erster Schritt ist, dass zukünftig für Spenden bis 300 Euro, statt bisher 200 Euro, keine gesonderte Spendenbescheinigung ausgestellt werden muss, sondern der Zahlungsbeleg des Spenders ausreicht zur Anerkennung beim Finanzamt.

Abbau weiterer Verwaltungshürden nötig

Optimierungsbedarf gibt es jedoch auch weiterhin – so beispielsweise beim Thema Transparenzregister. Für die automatisierte Eintragung in ebendieses müssen Vereine eine jährliche Gebühr in Höhe von netto 2,50 Euro entrichten. Gemeinnützige Vereine können sich von dieser Gebühr in einem aufwändigen Verfahren befreien lassen. Eine automatisierte Befreiung ist vor 2025 nicht in Aussicht, obwohl diese anhand des Vereinsregisters im Zuge der Datenübernahme einfach machbar wäre. An diesem Beispiel wird deutlich, wie Verwaltungsakte die inhaltliche Vereinsarbeit lähmen können.

„Wir wünschen uns, dass Vereine künftig von solchen Hürden befreit werden, sodass sich die Verantwortlichen dem eigentlichen Vereinszweck widmen können. Denn die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen hat einen unbezahlbaren Mehrwert für unsere Gesellschaft“, resümiert Jochen Haußmann.

Weitere Informationen und relevante Daten

09 Dez 2020

Der Deutsche Musikrat bietet im Rahmen seiner Online-Seminarreihe erneut konkrete Hilfe an:

Am Freitag, 11. Dezember (11 Uhr oder 14 Uhr) führen  Rechtsanwältin Janina Jundt und Rechtsanwalt Prof. Clemens Pustejovsky (www.np-recht.de) durch den Dschungel der  Antragstellung und vereinfachen, was es mit der Überbrückungshilfe II, Novemberhilfe (sowie Dezemberhilfe) und Überbrückungshilfe III (Neustart-Hilfe) auf sich hat. Das Seminar findet öffentlich statt.

Zusammengefasst geht es in diesem Online-Seminar um folgende Themen:

  1. Was beinhalten die Überbrückungshilfe II und die November-/Dezemberhilfe?
  2. Wer ist antragsberechtigt? Und wer fällt durchs Raster?
  3. Wofür können Gelder beantragt werden?
  4. Wie, wo, bei wem und bis wann ist ein Antrag zu stellen?
  5. Wieviel Geld wird gezahlt? Und was kostet mich die Antragstellung?

+  Fragerunde!

Anmeldeformular

 

09 Dez 2020

Stille Nacht? DHV mahnt, die Musik im Lockdown nicht verstummen zu lassen

Die Weihnachts- und Adventszeit sind untrennbar verbunden mit Musik. Auch die 80.000 Musikerinnen und Musiker im Deutschen Harmonika-Verband haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen. Durch die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie können in diesem Jahr kaum musikalische Aktivitäten stattfinden. Musik als Mittel gegen Einsamkeit Der Präsident des Deutschen Harmonika-Verbandes, Jochen Haußmann MdL, mahnt die Politikerinnen und Politiker in Bund und Ländern „gerade in dieser Zeit, in der sich viele Menschen durch die notwendigen Beschränkungen einsam fühlen, den besonderen Stellenwert […]

01 Dez 2020

Einladung zur Teilnahme an Online-Umfrage

Liebe Mitglieder im DHV, Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO), seinem Dachverband und Interessenvertretung für die gesamte Amateurmusikszene in Deutschland, eine große, verbandsübergreifende Corona-Umfrage unter den laienmusikalischen Ensembles durchführen zu können. Mit Ihrer Beteiligung an der Umfrage helfen Sie uns dabei, mit einer starken Stimme für unsere gemeinsamen Belange eintreten zu können! Denn die Umfrage wird uns wertvolle Daten zu den Problemen und Bedarfen, die sich durch die COVID-19-Pandemie für die verschiedenen Ensembles der Amateurmusik […]

10 Nov 2020

Am Donnerstag, 05. November 2020, tagten das Präsidium und die Landesvorsitzenden im DHV. Aufgrund der für die kommenden Monate unvorhersehbaren Infektions- und Verordnungslage hat sich das Gremium dafür entschieden, den Akkordeon Musik Preis 2021 (AMP) ohne die Vorentscheide durchzuführen. Wir möchten damit einer etwaigen Ungleichbehandlung vorbeugen und die Durchführung des AMP sichern.

Das bedeutet, dass die Landeswettbewerbe bundesweit ausfallen werden und eine direkte Weiterleitung zum Finalwettbewerb in Ettlingen stattfindet. Ausnahmsweise werden auch die Wertungen in Altersgruppe 1 im Finalwettbewerb ausgerichtet, welche normalerweise nur in den Landeswettbewerben antritt. Da es nun keine Vorentscheide und daher auch keine Vorauswahl für den Finalwettbewerb gibt, liegt die Verantwortung der Entsendung von Teilnehmenden nun bei den Lehrkräften und Ausbilder*innen. Daher bitten wir, die Auswahl mit Bedacht zu treffen und möglichst nur geeignete Teilnehmende anzumelden.

Die Ausschreibung ist unter Beachtung der o.g. Änderungen weiterhin gültig. Ausschreibung und Anmeldung zum Finalwettbewerb finden Sie unter:

Akkordeon Musik Preis

28 Okt 2020

Appell des BMCO-Präsidenten Strasser: „Wir müssen irreversible kulturelle Schäden vermeiden“

Vor dem Treffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten und einem möglichen zweiten Lockdown warnt der Präsident des Bundesmusikverbands bei weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie auch kulturelle und soziale Folgen mit zu bedenken – statt vorschnellen Pauschalisierungen im Bereich der Amateurmusik appelliert er an Augenmaß und Verhältnismäßigkeit. Eine Ansteckung über Aerosole bleibt für den musikalischen Bereich ein schwer einzuschätzendes Risiko. Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID19 treffen den Bereich der Amateurmusik bereits besonders hart. Der deutliche Wiederanstieg der Infektionszahlen […]